Voraussetzungen
Für den erfolgreichen Upload zur Telekom müssen bestimmte Layer sowie zugehörige Attribute vorhanden sein. Diese Attribute sind in den jeweiligen Objekten als Pflichtfelder definiert und werden automatisch durch die NET Scan App befüllt, sofern die Datenerfassung direkt im Feld erfolgt ist.
Voraussetzung ist das Vorliegen einer RL-Vermessung (Polygon), die folgende Merkmale enthält:
- Name
- SMA-Kennung (von der Telekom vergeben)
Fehlende Werte sowie formal falsche oder unplausible Angaben können zu einem Upload-Fehler führen. Weitere Informationen zu Pflichtfeldern finden Sie in diesem Artikel. Ergänzende Hinweise stellt die Telekom in der folgenden Hilfeseite bereit (Login erforderlich):
https://baubegleitung.telekom-dienste.de/user-documentation
Wenn ein neuer Scan innerhalb dieser Vermessung / dieses Polygons angelegt wird, werden die beiden Objekte automatisch verknüpft. Daher empfiehlt es sich, das RL-Vermessung Polygon als erstes anzulegen. Ein nachträgliches Verknüpfen von Scans ist möglich.
SMA-Kennung
Die Service-Management-Nummer (SMA) wird im Rahmen der digitalen Baubegleitung von der Deutschen Telekom vergeben und dient der eindeutigen Identifikation eines Bauvorhabens.
Falls die SMA-Prüfung fehlschlägt oder kein gültiger Status ermittelt werden kann, kann dies daran liegen, dass der Gerätehersteller noch nicht freigegeben wurde. Bitte stellen Sie sicher, dass TKI Software Workspace (Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH) in den Gerätehersteller Berechtigungen freigegeben ist: https://baubegleitung.telekom-dienste.de/settings#device_manufacturer_permissions
Hinweise zur SMA:
- Die SMA wird ausschließlich von der Telekom vergeben.
- Eine SMA beginnt immer mit der Ziffer 2.
- Sie ist 9-stellig und besteht nur aus Ziffern.
- Die SMA ist zeitlich begrenzt gültig.
- Nach Ablauf der Gültigkeit oder bei Deaktivierung ist der zugehörige QR-Code nicht mehr nutzbar.
Status eines Bauvorhabens
Ein Bauvorhaben kann innerhalb der digitalen Baubegleitung unterschiedliche Status annehmen. Diese geben den aktuellen Bearbeitungs- und Freigabestand an.
| Status | Statuswert | Beschreibung |
| Keine Daten | ACTIVE / NO_DATA | Es sind noch keine Daten zum Bauvorhaben vorhanden. |
| Freigabe erforderlich | APPROVAL_REQUIRED | Es liegen Daten vor, die vom Auftragnehmer geprüft und freigegeben werden müssen. |
| Frist überschritten | APPROVAL_DEADLINE_EXCEEDED | Vorhandene Daten wurden nicht innerhalb von 5 Tagen vom Auftragnehmer freigegeben. |
| Daten freigegeben | APPROVED | Die vorhandenen Daten wurden durch den Auftragnehmer freigegeben. |
| Bau abgeschlossen | COMPLETED | Das SMA-Vorhaben wurde vom Auftragnehmer als Bau abgeschlossen gemeldet. |
| Vorhaben abgeschlossen | FINALIZED | Das SMA-Vorhaben wurde von der Telekom als abgeschlossen markiert. |
| QR-Code abgelaufen / deaktiviert | EXPIRED | Der QR-Code des SMA-Vorhabens ist abgelaufen oder wurde deaktiviert. |
Upload zur Telekom und Interaktion zur Digitalen Baubegleitung
Sowohl in der Vermessung als auch bei einzelnen Scans steht in der linken Seitenleiste ein zusätzlicher Button zur Verfügung, über den die Digitale Baubegleitung der Telekom aufgerufen werden kann.
Über diesen Button können entweder komplette Vermessungsbereiche oder gezielt einzelne Scans an die Telekom übermittelt werden.
Rohdaten Upload
Die Deutsche Telekom möchte den Baufortschritt tagesaktuell einsehen. Aus diesem Grund wird jeder Scan, der in der NET Cloud erfasst wird, automatisch und unmittelbar als Rohdaten an die digitale Baubegleitung der Telekom übertragen.
Ein manueller Upload ist hierfür nicht erforderlich.
Ein erneuter Rohdaten-Upload ist jederzeit möglich, solange die Daten noch nicht als nachbearbeitete Daten an die Telekom übermittelt wurden. Dafür muss im Upload-Panel unter Optionen die Einstellung „Als Rohdaten senden“ aktiviert werden.
Upload nachbearbeiteter Daten
Der Button „Hochladen“ dient dazu, Daten als nachbearbeitete Daten an die Telekom zu übertragen. Dabei werden Scans, Fotos und zugehörige Informationen in der final bearbeiteten Form übermittelt.
In der Regel ist dieser Upload pro Scan/Objekt nur einmal notwendig. Nach einem erfolgreichen Upload werden die Daten in der NET Cloud mit dem Status „Uploaded“ gekennzeichnet.
Wenn nachträglich noch Ergänzungen hinzukommen (z. B. digitalisierte Trassendaten), werden diese ebenfalls nachträglich an die Telekom übermittelt.
Bei jedem erfolgreichen Upload wird das Upload-Datum überschrieben. Wenn jedoch keine neuen Änderungen am Objekt vorliegen, bleibt das bestehende Datum unverändert – es erfolgt kein erneuter Upload.
Die Übertragung dauert in der Regel weniger als eine Minute. Nach erfolgreichem Upload erscheint auf dem Bildschirm die Meldung: „Erfolgreich“.
Nach einem erfolgreichen Upload werden Telekom-Daten am Objekt gespeichert. Diese beinhalten:
- den Upload-Status (z. B. „Uploaded“)
- den Zeitpunkt des letzten Uploads
- Telekom Medien ID
- Telekom ID
Hinweis: Ist die Medien ID leer, kann das bedeuten, dass der Scan keine digitalisierten Objekte enthält. In diesem Fall sollte dies auch im Status entsprechend vermerkt sein.
Upload-Status in der NET Cloud
| Upload-Status | Bedeutung | Hinweis / weiteres Vorgehen |
| Raw | Rohdaten | Wird automatisch an die Telekom übermittelt. Ein erneuter Rohdaten-Upload ist möglich (Option „Als Rohdaten senden“). |
| Uploaded | Nachbearbeitete Daten | Nachbearbeitete Daten wurden erfolgreich übertragen. Eine erneute Übermittlung ist in der Regel nicht erforderlich. Nachträge (z. B. später digitalisierte Trassendaten) werden nachträglich übertragen. |
| Contains invalid features | Ungültige Werte | Der Scan bzw. das Objekt enthält ungültige Werte. Bitte Daten korrigieren und erneut übermitteln. |
| No features to upload | Keine Objekte vorhanden | Der Scan enthält keine digitalisierten Objekte. Objekte können nachträglich digitalisiert und anschließend hochgeladen werden. |
Erzwungener Upload
Die Funktion „Upload erzwingen“ ermöglicht es, einen Scan erneut an die Telekom zu übertragen, unabhängig vom aktuell hinterlegten Upload-Status des Datensatzes.
Diese Funktion wird in Ausnahmefällen eingesetzt, insbesondere wenn:
- ein Scan versehentlich einer falschen SMA zugeordnet wurde oder
- eine erneute Übermittlung technisch oder fachlich erforderlich ist, obwohl der Upload bereits als abgeschlossen markiert ist.
Der erzwungene Upload ist ausschließlich für Support-Mitarbeitende vorgesehen.
Zum Schutz der Datenintegrität und zur Vermeidung unbeabsichtigter Fehlübertragungen ist diese Funktion passwortgeschützt.
Das Passwort wird nicht an Anwender weitergegeben und ist dem Support vorbehalten.
Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an den Support, damit die Korrektur kontrolliert, nachvollziehbar und korrekt durchgeführt werden kann.
Hinweise für den Upload der Scans
Für ein erfolgreiches Hochladen der Scans müssen die 3D-Scans einer Vermessung zugeordnet sein.
Die Scan-ID ist die eindeutige Referenz des 3D-Scans im NET Cloud System und darf nicht mit der Telekom-ID verwechselt werden. Die Telekom-ID ist die eindeutige Referenz des Scans in der digitalen Baubegleitung der Telekom.
Die GPS-Genauigkeit, angegeben in Metern, beschreibt die Präzision des Scans.
Das Scan-Datum wird direkt aus dem Scan ermittelt und gibt an, wann dieser aufgenommen wurde.
Das Datum, an dem der Scan in die NET Cloud geladen wurde, ist im Feld „Erstellt am“ vermerkt und kann nicht verändert werden.
Jeder 3D-Scan erhält in der digitalen Baubegleitung der Telekom eine eigene Media-ID.
Diese Media-ID wird in der NET Cloud gespeichert, um eine eindeutige Zuordnung der übertragenen Daten zu ermöglichen.
Hinweise für den Upload von Fotos
Fotos müssen nicht direkt mit einem Scan oder der Vermessung verknüpft sein.
Es ist ausreichend, wenn sich die Fotos geografisch innerhalb des Bereichs der Vermessung befinden. In diesem Fall werden sie beim Upload berücksichtigt und übermittelt.
Jedes Foto erhält in der digitalen Baubegleitung der Telekom ebenfalls eine eigene Media-ID, die in der NET Cloud zur eindeutigen Zuordnung gespeichert wird.
Fotos können mit Foto-Tags versehen werden. Diese Tags dienen als spezielle Kennzeichnung für Sonderfotos und werden beim Upload an die Telekom übermittelt.
Verfügbare Foto-Tags sind:
-
Längenmarke
Foto der Längenangabe am Start- und Endpunkt von Rohren -
Beweissicherung
Dokumentation von Zuständen oder Mängeln, z. B. an Oberflächen -
Sonderabrechnung
Fotos zu speziell abzurechnenden Leistungen des Auftragnehmers
Scans nachträglich mit Vermessungspolygon verknüpfen
Falls beim Hochladen von Scans noch kein Vermessungspolygon vorhanden war, ist ein nachträgliches Verknüpfen möglich, indem der Button „Vermessung nachträglich verknüpfen“ betätigt wird.
Voraussetzung dafür ist, dass die Vermessung eine SMA besitzt und einen Namen hat. Falls zwei Vermessungen übereinander liegen, wird der Scan mit der zuerst angelegten Vermessung verlinkt.
Inhalte der Datenübermittlung
Beim „Absenden“ der Daten an die Telekom werden – sofern vorhanden – folgende Inhalte übertragen.
Ausgangspunkt ist das RL Vermessungspolygon. Alle Netzobjekte, die mit dieser Vermessung verknüpft sind und die auch mit einem Scan verknüpft sind, werden zum Upload ausgewählt.
Das betrifft folgende Layer:
Die Datenübertragung an die Telekom erfolgt auf Basis der Schnittstellenbeschreibung, die die strukturellen und inhaltlichen Anforderungen definiert. Bestandteil dieser Spezifikation sind eine Materialliste sowie festgelegte Mindestanforderungen, die für einen erfolgreichen Upload erfüllt sein müssen.
Laut Version vom 16.12.2024 gelten seit Februar 2025 neue Vorgaben. Es wurden zusätzliche Materialien für Rohre und NVT eingeführt sowie zwei neue Objekttypen: Grube und Kabelschacht.
Eine Grube ist ein Punktobjekt und muss Angaben zu Länge, Breite, Tiefe und Oberfläche enthalten. Ein Kabelschacht erfordert mindestens die Angabe des Typs.
Zusätzlich kann bei NVT, Muffen, Gruben und Kabelschächten ein Name vergeben werden. Dieser erscheint als Label in der digitalen Baubegleitung.
Weitere Anforderungen:
| Attribut | Rohdaten | Finale Daten | Hinweis |
| Bauweise | x | „Unbekannt“ darf nur bei Rohdaten gesendet werden. | |
| Erstellungsdatum | x | x | Bei allen Objekten benötigt. „Gebäudekante“ darf keine Daten außer „Erstellungsdatum“ enthalten. |
| Breite | x | Muss größer 0 und kleiner 10 Meter sein und wird nicht bei „Bestandsrohr“, „Bestandsrohr Dritte“, „Spülbohrung“, „Bodenverdrängung“ und „Oberirdische Bauweise“ akzeptiert. | |
| Tiefe | x | Muss größer 0 und kleiner 10 Meter sein und wird nicht bei „Bestandsrohr“, „Bestandsrohr Dritte“ und „Oberirdische Bauweise“ akzeptiert. | |
| Länge | x | Muss größer 0 und kleiner 10 Meter sein und wird nur bei „Gruben“ akzeptiert. | |
| Oberfläche | x | Optional während Übergangszeit, danach Pflicht. Trassen müssen ggf. einzeln angelegt werden, wenn verschiedene Oberflächen vorhanden sind. | |
| postProcessingPending | x | x | Wird beim Upload automatisch gesetzt, je nachdem welcher Aufruf gewählt wurde. |
Folgendes Beispiel zeigt einen LWL-Abschluss (Hauseinführung APL). Die Felder „Vermessung“, „Scan“ und „Erstellt am“ müssen gefüllt sein. Das Erstellungsdatum wird automatisch vom NET Cloud befüllt und kann durch den Nutzer nicht verändert werden.
Zusätzliche Export-Möglichkeiten
Für jede Vermessung besteht die Möglichkeit, die gebauten Objekte als Shape-Daten oder alternativ im Format DXF, KML, GeoJSON oder GeoPackage zu exportieren.
Hierzu ist die Schaltfläche „Export As-built data (Shape)“ zu verwenden.
Der Export erfolgt direkt über die Schnittstelle zwischen der Datenbank und der NET Cloud, also über den GeoServer.
Daher ist es erforderlich, dass der GeoServer die dafür benötigten Plugins bereitstellt.
Standardmäßig ist nur der Shape-Export aktiviert. Weitere Formate können auf Anfrage freigeschaltet werden.