Der Editor dient der Nachbearbeitung und Korrektur der aufgenommenen Scans. In ihm können mehrere Scans zusammengesetzt, der Streckenverlauf korrigiert oder angepasst sowie neue Elemente hinzugefügt werden. Beim Öffnen kann es zu Ladezeiten kommen, wenn dem Editor bereits Scans hinzugefügt worden sind.
Überblick über den Editor
Der Editor setzt sich aus vier Bestandteilen zusammen: Dem Navigationsmenü, der Objektbibliothek, den Werkzeugen und dem Arbeitsbereich.
Der Arbeitsbereich liegt in der Mitte des Editors. In der dort entstehenden Szene werden die Scans und weitere Elemente, wie Strecken oder 3D-Modelle, angezeigt und bearbeitet.
Das Navigationsmenü befindet sich auf der linken Seite. Alle im Arbeitsbereich vorhandenen Elemente (bspw. Scans, 3D-Modelle oder Fotos) sind hier aufgeführt. Über die Suchleiste können bestimmten Elementen über den Namen gefunden werden. Darunter liegt der Filter. Mit Klick auf eines der Symbole werden die zugehörigen Elemente im Navigationsmenü aus- bzw. eingeblendet. Im Editor bleiben sie weiterhin sichtbar.
Die Elemente unterteilen sich in Scans, 3D-Objekte, Punkte, Linien, Hinweisfelder und Kommentarfelder. Aufgenommene Fotos zählen im Filter zu den Hinweisen.
Unter dem Arbeitsbereich liegt die Objektbibliothek. In dieser findet sich alle Elemente, die in einem Scan platziert werden können. Auch die Scans an sich befinden sich hier. Die Bibliothek ist sortiert nach Umgebungen (Environments), die die einzelnen Scans auflisten, Komponenten (Equipment), die die 3D-Modelle umfassen, Linienführung (Routing), der Bereich für die Punkte- und Linienobjekte, und den Hinweisen (Points of Interest).
Auf der rechten Seite befindet sich die Werkzeugleiste. Sie ist unterteilt in Werkzeuge (Tools) und Ansicht (View).
Select: Auswahlwerkzeug zum Anwählen und Interagieren mit einzelnen Elemente im Arbeitsbereich.
Route: Werkzeug zum Setzen neuer Punkte und Linien.
Save: Speichert den aktuellen Stand der Szene.
Finish: Überträgt die Änderungen der Objekte auf die Fotos und in den Report.
Labels: Ein- und Ausblenden der Beschriftung an den Elementen.
Highlight: Hervorhebung der Elemente im Scan.
Isolate: Ausblenden der Texturen.
Focus: Zurücksetzen der Kamera auf die Ursprungsansicht.
Tastenbelegung
Für die Navigation durch den 3D-Editor empfiehlt sich die Verwendung einer Maus und Tastatur. Es ist möglich nur mit der Maus zu navigieren oder Maus und Tastatur kombiniert zu nutzen.
Tastenbelegung Maus
| Linke Maustaste | Rotieren der Ansicht um einen vorher fokussierten Punkt |
| Rechte Maustaste | Verschieben der Ansicht nach oben, unten, links und rechts |
| Mittlere Maustaste | Rotieren der Kamera / “Umschauen” |
| Mausrad | Zoom |
| Doppelklick | Fokussieren des angeklickten Bereiches |
Tastenbelegung Tastatur
| W | Verschieben der Ansicht nach vorne |
| A | Verschieben der Ansicht nach links |
| S | Verschieben der Ansicht nach hinten |
| D | Verschieben der Ansicht nach rechts |
| Q | Verschieben der Ansicht nach unten |
| E | Verschieben der Ansicht nach oben |
| R | Zurücksetzen der Ansicht |
Neue Elemente hinzufügen
Es ist möglich alle Elemente, die bereits in der NET Inhouse App einem Scan hinzugefügt werden können, auch über den Editor einzupflegen. Das ermöglicht Ergänzungen und Anpassungen, wenn Objekte fehlen oder Änderungen notwendig sind, ohne das die Adresse ein weiteres Mal aufgesucht werden muss. Das Hinzufügen erfolgt über die Objektbibliothek.
Scans hinzufügen
Es befinden sich noch keine Elemente im Arbeitsbereich, wenn in einem Auftrag der Editor das erste Mal geöffnet wird. Im ersten Schritt muss mindestens ein Scan der Szene hinzugefügt werden. Das erfolgt durch einen Klick auf den gewünschten Scan in der Objektbibliothek. Die Scans liegen im Bereich Umgebungen (Environments).
Wurden während des Scannens mit der NET Inhouse App dem Scan Elemente, wie beispielsweise Linien und Punkte, hinzugefügt, so werden sie mit angezeigt. Diese und später hinzugefügte Elemente “haften” an dem Scan: Wird der Scan verschoben, verschieben sich die zu ihm gehörenden Elemente mit ihm.
Es ist möglich der Szene mehrere Scans hinzuzufügen. Außerdem kann ein Scan dupliziert und mehrfach verwendet werden, zum Beispiel für die Darstellung übereinanderliegender, identischer Wohnungen. Dabei ist zu beachten: Beim Duplizieren im Editor wird nur der Scan ohne die Elemente kopiert. Um einen Scan mit den dazugehörigen Elementen mehrfach in der Szene zu nutzen, muss der Scan jedes Mal über die Objektbibliothek in die Szene geladen werden.
3D-Modelle hinzufügen
Im Bereich der Komponenten (Equipment) sind alle im Projekt angelegten Modelle sichtbar und auswählbar. Neben einer Miniaturansicht wird der Name des 3D-Modells und eine Beschreibung angezeigt, um die korrekte Verwendung zu erleichtern. Das Anlegen der 3D Modelle wird unter 3.1 Komponentenkatalog erklärt.
Ein 3D-Modell in der Objektbibliothek wird mit einem Klick ausgewählt. Die Auswahl ist an dem Farbwechsel des Hintergrunds von grün zu weiß erkennbar. Mit einem weiteren Klick im Arbeitsbereich auf die Stelle an einem Scan, wird das 3D-Modell platziert. Soll ein weiteres Element platziert werden, müssen die Schritte wiederholt werden:
Auswahl in der Bibliothek → Platzierung durch Klick auf einen Scan an der gewünschte Stelle
Punkte und Linien hinzufügen
Im Bereich Linienführung (Routing) in der Objektbibliothek können Punkte und Linien erzeugt werden. Wird der Bereich in der Bibliothek ausgewählt, ist er inaktiv. Über die Werkzeug-Leiste auf der rechten Seite des Arbeitsbereiches muss zuerst der Linienmodus aktiviert werden. Wird auf Route geklickt, wird der Linienführungsbereich in der Objektbibliothek aktiviert.
Das Wählen von Route in der Werkzeugleiste öffnet automatisch den Linienführungsbereich in der Bibliothek, selbst wenn vorher ein anderer Bereich ausgewählt war.
Eine Linie besteht aus Punkten (Nodes) und Pfaden (Path), die jeweils zwischen zwei Punkten liegen. In der Objektbibliothek wird gewählt, welcher Punkttyp an den Knoten und welcher Pfadtyp zwischen den Punkten angezeigt wird.
Um einen Punkt anzulegen, wird der Punkttyp ausgewählt und mit einem Klick auf einen Scan in der Szene platziert. Die Platzierung muss über ein Klick auf Route oder Select in der Werkzeugleiste am rechten Rand abgeschlossen werden. Um einen weiteren Punkt zu setzen, wird dieses Vorgehen wiederholt:
Route in der Werkzeugleiste wählen → Punkttyp im Linienführungsbereich wählen → Platzierung des Punktes mit Klick auf einen Scan → Select in der Werkzeugleiste wählen, um Platzierung abzuschließen
Die Platzierung einer Linie funktioniert ähnlich. Für eine Linie wird ein Punkttyp benötigt, der an jedem Knotenpunkt angezeigt wird. Wenn kein spezifischer Typ gefordert ist, wird der Standard Punkt (Default Node) gewählt. Zusätzlich muss ein Pfadtyp ausgewählt werden. Sowohl der Punkttyp als auch der Pfadtyp kann während der Erstellung der Linie gewechselt werden, wodurch eine individuelle Linienführung ermöglicht wird.
Mit einem Klick auf einen Scan wird die Linie begonnen. Um die Linie zu sehen, sind mindestens zwei Punkte notwendig. Solange die Linie durch einen Klick auf Route oder Select nicht abgeschlossen wird, kann sie um immer neue Punkte erweitert werden. Nach jedem gesetzten Punkt kann der Punkttyp und der Pfadtyp gewechselt werden.
Ist der Linienmodus aktiv, werden mit Klick auf eine bestehende Linie ihr weitere Knotenpunkte hinzugefügt. Außerdem können zwei Linien miteinander verbunden werden, indem zwischen zwei Punkten ein neuer Pfad gezogen wird.
Die Platzierung muss über ein Klick auf Route oder Select in der Werkzeugleiste am rechten Rand abgeschlossen werden. Um eine weiteren Linie zu erstellen, wird dieses Vorgehen wiederholt:
Route in der Werkzeugleiste wählen → Punkttyp und Pfadtyp im Linienführungsbereich wählen → Platzierung beliebig vieler Punkte mit Klick auf einen Scan → Select in der Werkzeugleiste wählen, um Platzierung der Linie abzuschließen.
Hinweise hinzufügen
Im Bereich der Hinweise (Points of Interest) sind drei verschiedene Hinweistypen auswählbar: Information, Risiko und Warnung. Neben einer Miniaturansicht wird der Name und eine Beschreibung angezeigt.
Mit einem Klick auf einen Hinweis in der Objektbibliothek wird dieser ausgewählt. Erkennbar an dem Farbwechsel des Hintergrunds von rot zu weiß. Mit einem weiteren Klick im Arbeitsbereich auf einen Scan wird der Hinweis platziert. Nach dem Platzieren öffnet sich das Kontextmenü des Elements, sodass ein Titel und eine Beschreibung vergeben werden können.
Soll ein weiterer Hinweis platziert werden, müssen die Schritte wiederholt werden: Auswahl in der Bibliothek → Klick auf die gewünschte Stelle in einem Scan in der Szene → Ausfüllen von Titel und Beschreibung
Interaktion mit den Elementen
Jedes Element in der Szene kann durch einen Mausklick angewählt werden. Eine Ausnahme davon bilden die Scans. Ein Scan kann nur über das Navigationsmenü auf der linken Seite ausgewählt werden, um unbeabsichtigte Positionsänderungen zu vermeiden.
Durch Klicken auf ein Element öffnet sich das zugehörige Kontextmenü. Das Menü passt sich entsprechend des gewählten Elements an und zeigt nur die dafür relevanten Bereiche und Werkzeuge an.
Ein Scan-Element zeigt alle Bereiche und Werkzeuge an. Über den oben rechts in der Ecke befindlichen Knopf, kann das Feld mit den erweiterten Bereichen wie Titel und Kommentar aus- und eingeblendet werden. Der Titel des Scans und die Beschreibung können angepasst werden. Die Änderungen beziehen sich nur auf das Element im Editor. Duplikate können einen alternativen Titel und eine andere Beschreibung haben. Auch der Inhalt der originalen Scandatei wird dadurch nicht verändert. Ein aufgenommenes Bildschirmfoto wird links neben dem Kommentarfeld angezeigt.
Fotos, Hinweise und Scans haben Titel, Kommentar und das Bildschirmfoto- (bzw. Foto-)Feld.
Am unteren Rand befindet sich die Werkzeuge, mit denen ein Element bearbeitet und verschoben werden kann.
| Werkzeug | Funktion | Element |
| Verschieben | Verschieben des Elements entlang der Achsen | alle |
| Rotieren | Rotieren des Elements entlang der Achsen | Scans, 3D-Modelle |
| Wechseln | Wechsel auf ein anderes Punktelement | Punkte, 3D-Modelle |
| Duplizieren | Dupliziert den Scan ohne die damit verbundenen Objekte | Scans |
| Löschen | Löscht das Element aus der Szene | alle |
| Sperren / Entsperren | Sperrt das Element, sodass es nicht weiter bearbeitet werden kann. Entsperren erlaubt die erneute Bearbeitung. | alle |
| Screenshot | Aufnehmen eines Bildschirmfotos aus der aktuellen Position. Wird dem Element angehangen. | Scans, 3D-Modelle, Hinweise |
Verschieben und Rotieren
Alle Elemente inklusive der Scans können verschoben und rotiert werden.
Durch Anklicken eines Elementes und Auswählen des Verschieben-Werkzeuges erscheinen Pfeile mit denen das Objekt entlang der X-, Y- bzw. Z-Achse verschoben werden kann. Zusätzlich ist das Verschieben entlang einer Ebene möglich, dafür können die Quadrate im Mittelpunkt der Pfeile verwendet werden.
Durch Klicken und Gedrückt halten der linken Maustaste auf einen der Pfeile wird durch Bewegung der Maus das Objekt entlang der gewählten Achse verschoben. Wird stattdessen eines der Quadrate gewählt, kann das Objekt durch gedrückt halten der linken Maustaste und Bewegen der Maus entlang der gewählten Ebene verschoben werden.
Ein Klick außerhalb des Elements wählt es ab und beendet das Verschieben.
Wird ein Element mit einem Klick ausgewählt, kann es mit dem Rotieren-Werkzeug gedreht werden. Bei Wahl des Werkzeuges erscheinen Linien um das Objekt, anhand derer es entlang der Achsen gedreht werden kann.
Durch Klicken und Gedrückt halten der linken Maustaste auf einen der Linien wird durch Bewegung der Maus das Objekt entlang der gewählten Achse gedreht. Wird stattdessen der Bereich zwischen den Linien ausgewählt, kann das Objekt durch gedrückt halten der linken Maustaste frei durch Bewegen der Maus rotiert werden.
Ein Klick außerhalb des Elements wählt es ab und beendet das Drehen.
Punkte und 3D-Modelle haben eine weitere Art, in der sie verschoben werden können. Mit gedrückter, linker Maustaste können sie frei entlang eines Scans verschoben werden. Es erscheint ein grüner Kreis bzw. ein grünes Abbild des Modells, welches die neue Position des Elements auf dem Scan anzeigt.
Löschen und Sperren
Jedes Element kann aus der Szene gelöscht werden. Dafür wird das gewünschte Element mit einem Linksklick ausgewählt und durch einen Klick auf das Löschwerkzeug gelöscht. Es erscheint eine Bestätigungsabfrage, in der der Löschvorgang bestätigt oder abgebrochen werden kann. Alternativ kann ein ausgewähltes Element mit der Entf-Taste gelöscht werden. Auch hier erscheint die Bestätigungsabfrage.
Durch Wählen des Sperren-Werkzeug wird ein Element gesperrt. Ein erneutes Klicken auf das Schloss-Symbol entsperrt ein Element wieder. Ein gesperrtes Element kann nicht weiter bearbeitet werden. Jedes Element kann gesperrt bzw. entsperrt werden.
Duplizieren und Wechseln
Nur Scans können dupliziert werden. Dafür wird der Scan im Navigationsmenü auf der linken Seite des Arbeitsbereiches ausgewählt und darauffolgend das Duplizieren-Werkzeug angeklickt. Es wird eine Kopie des Scans in der Szene angelegt, wobei nur der Scan an sich dupliziert wird. Auf dem Scan liegende Elemente, wie Punkte, Linien oder 3D-Modelle, werden nicht mit kopiert.
Das Wechseln-Werkzeug steht nur Punkten und 3D-Modellen zur Verfügung. Wird ein solches Element ausgewählt und das Wechseln-Werkzeug angeklickt, öffnet sich ein Fenster, in dem der hinterlegte Typ des Elements geändert werden kann.
Bildschirmfoto aufnehmen
Mit dem Bildschirmfoto-Werkzeug kann einem Hinweis, einem 3D-Modell oder einem Scan ein Bild der aktuellen Szene angefügt werden. Dieses Bild erscheint im Ergebnisse (Outputs) Bereich und im Report. Ein erneutes Klicken auf das Werkzeug überschreibt das vorherige Bild.
Das Werkzeug unterscheidet sich in seiner Funktion bei den Fotos. Wird bei einem Foto auf das Bildschirmfoto-Werkzeug geklickt, aktualisieren sich die überlagerten Elemente auf dem Foto. Dadurch können Änderungen in der Szene auch in die vorher aufgenommenen Fotos übertragen werden.