Export nach GIS-Nebenbestimmungen in NET Design

Der Export nach GIS-Nebenbestimmungen (früher BMVI-Export) dient zum Erzeugen der Shape- oder GeoJSON-Dateien, welche für einen Fördermittelantrag/Verwendungsnachweis nach den entsprechenden Richtlinien nötig ist. 

Die GIS-Nb unterscheiden die Projekte in vier Verfahrensschritte. Diese werden in NET Design und NET Engineering" Phasen" genannt. Eine Erläuterung der Phasen und ob diese nur in NET Engineering oder auch in NET Design exportiert werden können finden Sie hier

Wie bereits unter GIS-Nb - Grundlagen erwähnt, sind nicht alle Exporte nach GIS-Nb aus der NET Design heraus möglich.

Sind die Voraussetzungen für einen Export nach GIS-Nb geschaffen, können im Projekt alle zusätzlich benötigten Informationen hinterlegt werden. In diesem Beitrag wird darauf eingegangen, in welchen Formularen zusätzliche Informationen zu hinterlegen sind und welche Layer zusätzlich angelegt werden müssen. Des Weiteren wird erläutert wie der Export gestartet wird und was die Einstellungen bedeuten.

Eine Übersicht, welche Attribute in welchen GIS-Nb automatisch befüllt werden, bzw. aus welchem Layer diese in den Export geschrieben werden, erhalten Sie hier

GIS-Nb spezifische Layer

Es gibt eine Reihe von GIS-Nb spezifischen Polygonlayern. Es handelt sich dabei um insgesamt sechs Layer. Bitte beachten Sie, dass nicht alle Versionen der GIS-Nb alle diese Layer und/oder deren Attribute benötigen.

Diese Layer sind:

  • GIS-NB Antragsteller (Gebietsgrenze)
  • GIS-NB Ausbaugebiet BFP
  • GIS-NB Ausbaugebiet fremd
  • GIS-NB Markterkundungsgebiet
  • GIS-NB Weisse Flecken
  • GIS-NB Versorgungsgebiete

Abgesehen von den GIS-NB Versorgungsgebieten lassen sich diese über Arbeitsabläufe zeichnen. 

Arbeitsabläufe.png

Die Versorgungsgebiete werden beim Export aus NET Design automatisch aus den Clustern der Hauptkabelebene erstellt.

Die Layer sind so benannt, wie die entsprechenden Flächenlayer in den GIS-Nb.

GIS-Nb spezifische Attribute

Es gibt eine Reihe von zusätzlichen Attributen, die befüllt werden müssen. Hier erhalten Sie eine Übersicht darüber, welche das sind und wo Sie diese finden. Auch für die Attribute gilt, dass je nach Version der GIS-Nb eventuell nicht alle Attribute befüllt werden müssen.

Das es in einem Layer GIS-Nb spezifische Attribute gibt, erkennen Sie im Formular. Bei den entsprechenden Layern gibt es einen GIS-Nb Tab.

formular-tabs.png

Layer, welche es nur für den Export nach GIS-Nb gibt, werden hier nicht gesondert aufgelistet. Hier sollte klar sein, dass die Attribute für einen vollständigen Export gefüllt werden müssen.

Anschlusspunkt

design_attr_anschlusspunkt.pngDie GIS-Nb spezifischen Attribute in den Anschlusspunkten befinden sich im GIS-Nb Tab unter dem Trennstrich. Diese sind alle von Hand zu befüllen (oder sind über den UUID Import zumindest teilweise befüllt).

Die meisten der zu befüllenden Attribute befüllen den Layer "Projektgebiet" aus den GIS-Nb Version 5. Des Weiteren sind die angeschlossenen Wohneinheiten aus dem Anschlusspunkt für die Erzeugung des Layers "Endverbraucher" und die Feststellung der Gebietsart in den beiden "Ausbaugebiet" Layern wichtig.

UUID Import

Die UUID wird Ihnen vom Projektträger mitgeteilt oder Sie können diese beim Projektantrag herunterladen. Beim Import wird anhand vorhandener UUID, sowie den in der Import-Datei vorhandenen Adressdaten verglichen. Das bedeutet, die Adressen sollten entweder über den Import erzeugt werden oder Sie sollten Straßen- und Ortsnamen sowie Hausnummern genauso schreiben, wie der Projektträger.

Den UUID-Import starten Sie über den allgemeinen NET Design Import.


Die Einstellungen bei "Gewerbe", "Krankenhaus" und "Schulen" stehen bei Standardeinstellungen auf "Von Anschlüssen ableiten". Dies bedeutet, dass sollte dem Anschlusspunkt eine entsprechende Gebäudeeinheit zugeordnet sein, dann wird hier der Wert "1" für "ja" exportiert.

Kabel

design_kabel.png

Sollten Sie in Ihrer Grobplanung Kabel vorgeben, muss im Kabelformular eingetragen werden, ob es sich um ein Bestands- oder ein Neubaukabel handelt. Alle anderen Attribute für den Export nach GIS-Nb werden aus den Attributen abgeleitet. Selbiges gilt für die Kabel, welche das Optimierungswerkzeug für Sie erzeugt. Diese werden jedoch immer mit dem Zustand "Neubau" exportiert. Auch hier befinden sich alle ausschließlich für den Export nach GIS-Nb notwendigen Attribute unterhalb der Trennlinie.

Die Kabel sind für den GIS-Nb Layer "Verbindungen" von Bedeutung.

Mögliche Trasse

design_possible_trench.png

Für den Layer "Trassenbau" werden von Hand auszufüllende Attribute im Layer "Mögliche Trasse" geführt. Dabei handelt es sich um die Attribute "Oberfläche versiegelt", "Trassenbauverfahren", "Mitverlegung" und "Firmenname". Bei der "Mitverlegung" geht es darum, ob diese Trasse im Rahmen einer Baumaßnahme Dritter ausgeführt wird.

Wie bei den anderen Layern auch, werden die GIS-Nb spezifischen Attribute im Tab GIS-Nb unter der Trennlinie angezeigt.

Netzknotenpunkt

design_netzknotenpunkte.png

Der Layer "Netztechnik" bzw. "Bauten und Netztechnik" wird für gewöhnlich aus den "Netzknotenpunkten" befüllt. Der Teil aus den "Netzknotenpunkten" befüllt den Teil "Netztechnik" im Layer.

Im Tab GIS-Nb müssen die Attribute unterhalb der Trennlinie von Hand befüllt werden, sofern erforderlich. Es muss die "Art der Netztechnik" auf die Entsprechung des GIS-Nb Wertes gesetzt werden. Dieser Wert wird bei händischer Erzeugung auf "Hauptverteiler" gesetzt. Der Standardwert für den "Status" steht auf "Erweiterung". "Technologie nach Ausbau" wird im Standard auf "FTTH" gesetzt, während "Technologie vor Ausbau" keinen Standardwert besitzt.

Rohr

design_rohr.png

Sollten Bestandsrohre verwendet werden oder Rohre in bestehende Schutzrohre verlegt werden, so muss zusätzlich zu den normalen Attributen für den Export nach GIS-Nb im entsprechenden Tab noch der "Zustand" gesetzt werden.

Die Rohrtypen werden im Export versucht über die Bezeichner einem entsprechenden GIS-Nb Rohrtypen zuzuordnen. Bei Bestandrohren müssen hier die Rohrtypen über einen entsprechenden Namen verfügen. Kann keine Zuordnung über den Bezeichner/Namen durchgeführt werden, wird als Leerrohrtyp der Typ 99 (Sonstige) festgelegt und als Wert im Feld "LR_SONST" der Bezeichner eingetragen.

Struktur

design_struktur.png

Für den Layer "Bauten" beziehungsweise "Bauten und Netztechnik" wird der Layer "Struktur" verwendet. Dieser befüllt den Teil "Bauten".

Im GIS-Nb Tab unterhalb der Trennlinie müssen die Attribute "Status", "Bautentyp" und "Kollokation" von Hand befüllt werden. Der "Status" bezieht sich wie in allen anderen Layern auf den GIS-Nb spezifischen "Zustand". Den "Bautentyp" ordnen Sie bitte entsprechend der Struktur zu. Dies ist bei gesperrten Strukturen oder bereits vorhandenen möglich. Sollte es sich um einen Kollokationspunkt handeln, muss dieses ebenfalls ausgewählt werden.

Start des Exports und Exportdialog

Um einen Export nach GIS-Nb aus NET Design heraus zu starten, nutzt man den allgemeinen "Exportieren" Button in NET Design.

map3d_design_export_button.png

Im Fenster "Export Einstellungen" wählt man die Zeichnung aus, aus welcher der Export erstellt werden soll. Als  Exporter muss für einen Export nach GIS-Nb der "BMVI Export" gewählt werden. Die weiteren Exporter werden hier erklärt.

mceclip1.png

Die Export Einstellungen haben folgende Bedeutungen:

Ausbauszenario

In diesem Auswahlmenü kann gewählt werden ob FTTB/ FTTH als Ausbauszenario verwendet werden soll, oder FTTC. Die Auswirkungen auf den Export sind Eintragungen in den Werten. In den Layern "Bauten", "Netztechnik" und "Bauten und Netztechnik". Details dazu finden Sie in der genauen Auflistung unter Attributszuordnungen beim Export nach GIS-Nb in NET Design.

Es wird inzwischen fast ausschließlich FTTB / FTTH ausgebaut und gefördert, so dass dies die Standardeinstellung ist und es empfohlen wird, diese zu verwenden.

Ziel-Verzeichnis

Über den Button "..." kann das Exportverzeichnis gewählt werden. Dieses kann auch händisch in das Textfeld eingetragen werden. Es wird empfohlen, für den Export ein entsprechendes Verzeichnis anzulegen. Dies wird empfohlen, da pro Layer mindestens eine Datei entsteht, so bleibt die Übersichtlichkeit erhalten.

Shape (.shp) und GeoJson (.geojson)

Damit Dateien abgelegt werden, muss mindestens eine der beiden Schaltflächen aktiviert sein. Mit diesen kann entschieden werden, ob die Layer als Shape und/oder als GeoJson exportiert werden sollen. Bisher sind beide Dateiformate bei den Projektträgern anerkannt und in den GIS-Nb verankert. Dies kann sich in zukünftigen Versionen der GIS-Nb ändern. Bitte beachten Sie dies, wenn Sie einen Export ausführen. Stimmen Sie sich bitte auch mit dem Projektträger ab, ob dieser ein bestimmtes Format bevorzugt.

Version der GIS-Nebenbest.

Über dieses Auswahlmenü können Sie festlegen, nach welcher Version der GIS-Nb der Export durchgeführt wird. Zusätzlich wird hier auch die entsprechende Phase ausgewählt. Wie bereits erwähnt ist in NET Design ein Export bis höchstens Phase 2 möglich. Es ist jedoch abhängig von der Version der GIS-Nb, ob ein Export nach Phase 2 ausgewählt werden kann. Wenn spätere Phasen benötigt werden, muss das Projekt zunächst nach NET Engineering überführt werden. Bitte beachten Sie, dass es durchaus sein kann, dass mehr Layer exportiert werden, als für die angegebene Phase notwendig sind.

Strukturen ohne Geräte exportieren

Ist diese Option gewählt, so werden auch Strukturen exportiert, in welchen keine Einbauten vorhanden sind. Dies können Reserve-Schränke beziehungsweise Kollokationsstrukturen sein, aber auch Ziehschächte. Wenn diese Option nicht angehakt ist, werden diese Strukturen nicht in den Layer "Bauten" beziehungsweise den Layer "Bauten und Netztechnik" einbezogen.

Strukturen und Geräte exportieren

In den GIS-Nb Version 4 und neuer gibt es den Layer "Bauten und Netztechnik". Dessen Beschreibung kann so gelesen werden, dass nur Bauten exportiert werden müssen, welche keine Netztechnik enthalten. Da dies aber Interpretation ist, kann dies auch anders gelesen werden. Die Option "Strukturen und Geräte exportieren" sorgt dafür, dass zu jeder Netztechnik auch der zugehörige Bau exportiert wird.

Layer "Endverbraucher" exportieren

Zur Kontrolle des Exports besteht die Möglichkeit, in jedem Export den Layer "Endverbraucher" mit zu exportieren. Dies geschieht unabhängig davon, ob der Layer abgegeben werden muss oder nicht. Damit lässt sich gerade in frühen Phasen prüfen, ob die erwartete Menge der anzuschließenden Haushalte auch jener entspricht, die man beantragt hat/beantragen möchte.